Bedenken

Bedenken

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be|den|ken [bə'dɛŋkn̩], bedachte, bedacht:
1.
a) <tr.; hat etwas im Hinblick auf ein Tun in seine Überlegungen einbeziehen:
das hatte er nicht bedacht; sie gab uns zu bedenken, dass die Zeit knapp wird.
Syn.: berücksichtigen, sich durch den Kopf gehen lassen, 1 überlegen.
b) <+ sich> (veraltend) [vor einer Entscheidung] mit sich zurate gehen, sich kurz besinnen:
er bedachte sich nicht lange und nahm ein Stück Kuchen.
Syn.: nachdenken, sich Gedanken machen, sinnieren, 1 überlegen.
2. <tr.; hat (geh.) (jmdm. etwas) schenken:
zu Weihnachten werden wir immer mit einem Buch bedacht.
Syn.: beschenken.

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be|dẹn|ken 〈V. 119; hat
I 〈V. tr.〉
1. etwas \bedenken über etwas nachdenken, sich etwas überlegen, etwas erwägen
2. jmdn. \bedenken jmdn. beschenken
3. etwas od. jmdn. \bedenken an etwas od. jmdn. denken, es od. ihn mitberücksichtigen
● es ist zu \bedenken, dass ...; ich gab es zu \bedenken ● du solltest die Folgen \bedenken ● etwas gründlich \bedenken; wenn man es recht bedenkt ● das hast du nicht genug bedacht; er hat sie in seinem Testament bedacht; jmdn. mit etwas \bedenken jmdn. mit etwas beschenken, jmdm. etwas vermachen; zum Jubiläum wurde er mit großen Ehrungen bedacht; jmdn. mit einem Geschenk \bedenken; jmdm. etwas zu \bedenken geben jmdn. auf etwas hinweisen ● auf etwas bedacht sein etwas bedenken; auf Rettung bedacht sein; er war stets nur darauf bedacht, seinen Vorteil auszunützen
II 〈V. refl.; geh.〉 sich \bedenken (über etwas) nachdenken, sich besinnen, eine Entscheidung überlegend aufschieben ● dazu kann ich mich noch nicht äußern, ich muss mich erst \bedenken; sich eines Besseren \bedenken

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be|dẹn|ken <unr. V.; hat [mhd. bedenken = nachdenken; auch: beschenken, ahd. bidenchan = erwägen; sich kümmern, sorgen]:
1.
a) (über etw.) nachdenken, genau überlegen, erwägen, durchdenken:
die weitere Planung b.;
er hatte sorgfältig bedacht, was er sagen wollte;
b) in Betracht ziehen, beachten:
du musst b., dass sie noch sehr jung ist;
[jmdm.] zu b. geben, dass … (auf etw. besonders hinweisen).
2. (geh.) mit etw. beschenken; jmdm., einer Sache etw. zuteilwerden lassen:
jmdn. beim Testament reichlich b.;
ein Theaterstück mit großem Beifall b.;
(iron.:) sie bedachten sich [gegenseitig]/(geh.:) einander mit groben Vorwürfen.
3. <b. + sich> [vor einer Entscheidung] mit sich zurate gehen, sich kurz besinnen:
ich bedachte mich einen Augenblick und unterschrieb dann.

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Be|dẹn|ken, das; -s, - [aus der Kanzleispr. des 15. Jh.]: 1. <o. Pl.> Nachdenken, Überlegung: nach kurzem, gründlichem B. 2. <meist Pl.> eine aufgrund von vorhandenen Zweifeln, Befürchtungen od. Vorbehalten angestellte Überlegung, die ratsam erscheinen lässt, mit der Zustimmung noch zu zögern od. den Plan o. Ä. neu zu durchdenken; Zweifel, Einwand, Skrupel: B. hegen, etw. zu tun; B. gegen einen Plan äußern, haben; B. tragen (nachdrücklich, geh.; Bedenken haben); Er schob jedes B. beiseite (Bieler, Mädchenkrieg 40). ∙ 3. *sich <Dativ> ein B. machen (üblicherweise verneint; Bedenken haben): wiewohl er sich kein B. machte, Geschenke von ihm anzunehmen (Wieland, Agathon 11, 2).

Universal-Lexikon. 2012.

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  • Bedenken — bedenken, Bedenken, bedenklich ↑ denken …   Das Herkunftswörterbuch

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  • bedenken — (sich) etwas merken; an etwas denken; grübeln; nachsinnen; sinnieren (über); überdenken; nachgrübeln; nachdenken; überlegen; vorhersehen; …   Universal-Lexikon

  • Bedenken — 1. Ach ich habe viel zu bedenken, sagte der Schultheiss, da er im Bade sass und nit wusst, ob er gezwagt hatt . – Fischart. 2. Bedacht hat kein Schaden gebracht. – Lehmann, 60, 12. 3. Bedenke das Ende, so wirst du nimmer Böses thun. – Reche, I, 5 …   Deutsches Sprichwörter-Lexikon

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